Kalte Hände, kalte Füße?

Wie es dir innerlich wärmer wird und du mehr Energie bekommst durch die Kraft deiner Mitte

– 5 Ernährungs-Tipps aus der TCM von Monika Schweisfurth

Kennst du das?

      • Du hast oft kalte Hände und/oder kalte Füße
      • Du fühlst dich oft müde nach dem Essen
      • Du hast manchmal Verdauungsbeschwerden wie Blähbauch, Bauchweh oder Neigung zu Durchfall

Dann habe ich 5 Tipps aus der TCM (traditionellen chinesischen Medizin)  für Dich.  Aus Erfahrung kann ich dir diese nur ans Herz legen.


1. Iss und trink möglichst warm

Dein Hauptgetränk sollte Wasser sein.

Um deine Nahrung zu verstoffwechseln, brauchst du in deinem Verdauungstrakt Wärme. Die optimale Wärme dafür ist deine Körpertemperatur.

Nur mit dieser Wärme können die Verdauungsorgane, die in der TCM zur sogenannten Mitte gehören, richtig arbeiten und die ganzen Nährstoffe umwandeln und aufnehmen.

Was passiert, wenn du kalte Getränke zu dir nimmst oder kalte Speisen verzehrst?

Kalte Getränke und Speisen löschen bzw. kühlen dein Verdauungsfeuer. Das ist ungefähr so, wie wenn du in dein Lagerfeuer beim Grillen ein Glas Wasser hinein schüttest. Dein Grillgut wird dann mit Sicherheit nicht so schnell gar sein.

Das gleiche passiert in deinem Magen.
Er kühlt dadurch ab und dein Körper muss erst wieder die Flamme hochdrehen, um die Kälte auszugleichen.

Das kostet dich viel Energie. Da wir Menschen nicht grenzenlos Energie zur Verfügung haben, wird diese Gewohnheit im Laufe der Zeit dein ganzes System schwächen.

Weil der Nahrungsbrei dann auch kälter ist, kann die Umwandlung in den Verdauungsorganen, deiner Mitte, nicht so gut stattfinden. Das führt dazu, dass die wertvollen Bestandteile der Nahrung nicht in dem Maß aufgenommen werden können, wie es sonst möglich wäre. Sie werden dann entweder ungenutzt ausgeschieden oder lagern sich im Körper ab. In der TCM wird das als innere Feuchtigkeit bezeichnet. Diese Feuchtigkeit kann dir viele Probleme bereiten. Sie zeigt sich zum Beispiel in Durchfall, Ödemen oder Blasenentzündung.

Die TCM Regel lautet also:

      • Meide kalte Getränke, vor allem vor, während und kurz nach den Mahlzeiten
      • Esse möglichst warm und gekocht
      • nimm Rohkost nur in Maßen zu dir, vor allem, wenn dein Körper Kältesymptome zeigt.

Eine warme Suppe als Vorspeise ist ein guter Auftakt für deine Mahlzeit.


2. Frühstücke warm.

Aus dem gleichen Grund, wie oben ausgeführt, ist es von großem Vorteil, die erste Mahlzeit des Tages warm zu genießen.

Das Frühstück ist die wertvollste Mahlzeit des Tages.

Am Morgen ist die Verdauungskraft nach der Organuhr am stärksten. In dieser Zeit kannst du am besten Nahrung verstoffwechseln.

Das bedeutet, dass du mit dem Frühstück die meiste Kraft aufbauen kannst.
Als Beispiel kannst Du dir einen warmen Frühstücksbrei mit Haferflocken oder Hirseflocken machen.
In asiatischen Ländern gibt es morgens oft Suppen.

Es ist eine Geschmacksfrage ob süß oder würzig, Hauptsache deine Morgenmahlzeit ist warm.


Hier bekommst Du ein kostenloses Videorezept für einen Guten Morgen Frühstücksbrei + Erklärungen zur Wirkung nach der traditionellen chinesischen Medizin.


3. Iss Abends nicht so spät und vor allem leicht.

In der Lehre der TCM ist bekannt, dass die Lebensenergie ( Qi) im Laufe des Tageszyklus innerhalb von 24 Stunden alle Energiebahnen nacheinander durchläuft. Das bedeutet, dass zu bestimmten Zeiten die Energie im jeweiligen Organ besonders kraftvoll arbeitet. In der  gegenüberliegenden Zeit ruht diese Energie. Die Magen- und Milzenergie, die auf der körperlichen Ebene die Verdauungskraft repräsentiert, hat am Morgen zwischen 7.00 und 11.00 Uhr die stärkste Kraft und am Abend zwischen 19.00 und 23.00 Uhr hat diese Energie ihre schwächste Phase erreicht.

Deshalb wird alles, was du Abends zu dir nimmst kaum verdaut und belastet deinen Körper. Da die Nahrung nur langsam weitertransportiert wird, fängt sie gerne an zu gären.

Wenn du abends noch Hunger hast, dann wäre etwas leichtes, wie eine warme Suppe mit etwas Gemüse eine gute Lösung.


4. Iss saisonal

In der TCM wird empfohlen sich saisonal, also jahreszeitlich angepasst, zu ernähren.

Lebensmittel werden in der TCM anders bewertet als hier bei uns im Westen. Sie werden nach ihren thermischen Eigenschaften eingestuft. Es gibt grob gesagt 3 Kategorien, in die die Lebensmittel eingeordnet werden: Erhitzend , neutral oder abkühlend.

Das bedeutet: Alles, was du zu dir nimmst, hat einen Einfluss auf dein inneres Temperaturgefüge. Wenn du zum Beispiel eine scharfe Paprika isst, treibt es dir den Schweiß auf die Stirn, ohne jedoch deine gemessene Körpertemperatur zu verändern. Dein Körper gleicht die erhitzende Wirkung des Paprikas aus, indem er die Wärme durch die Poren ausleitet.

In der TCM macht man sich das sehr umfangreiche Wissen um die thermischen Wirkungen der Nahrungsmittel und auch Kräuter zu Nutze.

Durch dein tägliches Essverhalten kannst du großen Einfluss auf deine Gesundheit nehmen,

im positiven, wie im negativen Sinne. Deshalb ist auch so sinnvoll, sich mit diesem Thema näher zu  beschäftigen und gewisse Regeln zu beachten.

Eine einfache Regel ist es, das zu essen, was die Natur uns jahreszeitlich gerade anbietet.

Das hat genau die richtige Energiequalität für Dich.  Und damit ist Gemüse und Obst aus unseren Breitengraden gemeint.

Dazu eine ganz einfache Überlegung:

Bei uns im Supermarkt findet man vorwiegend im Winter Zitrusfrüchte im Angebot. Diese Früchte wachsen in warmen Ländern und dienen den dortigen Menschen zur Erfrischung.
Bei uns hingegen ist es normalerweise kalt im Winter und unser Körper braucht etwas auf dem Speiseplan, das ihn innerlich wärmt.
Also Zitrusfrüchte gehören nicht dazu, genau so wenig wie Gurken, Tomaten, Melonen…, die Liste lässt sich noch um vieles erweitern.
Die genannten Gemüse und Früchte wachsen alle im Sommer, wenn es heiß ist.
Sie wirken kühlend und erfrischend. Somit sind sie nicht besonders für unsere Wintermahlzeiten zu empfehlen.


5.  Iss regelmäßig und in einer entspannten Atmosphäre

Und zuletzt noch dieser Tipp, den du bestimmt nicht zum ersten mal gehört hast. Trotzdem möchte ich es erwähnen, weil es einen Unterschied macht, in Ruhe seine Mahlzeiten einzunehmen.

Versuche einmal darauf zu achten, wie es dir geht, wenn du ganz entspannt und in Ruhe gegessen hast und wie du dich im Bauch fühlst, wenn es Streit beim Essen gab oder du unter Stress warst.

Auch die Einnahme des Essens zu regelmäßigen Zeiten ist für deinen Körper wichtig. Unser Leben wird von Rhythmen getragen (Atem, Tag/Nacht, Herzschlag usw.) Und so unterstützt uns auch ein Essens-Rhythmus.


Fazit:

Iss und trink möglichst warm, am besten 3 x täglich.

Das Frühstück ist dich wichtigste Mahlzeit am Tag.

Iss am Abend nicht so spät und möglichst leicht.

Iss möglichst saisonal.

Nimm deine Mahlzeiten am besten immer zu den gleichen Zeiten ein und in einer entspannten Atmosphäre.


Mit meinem Blogartikel hast du nun einen kleinen Einblick in die jahrtausende alte Erfahrung der TCM bekommen.

Durch die Berücksichtigung dieser einfachen Regeln zu deiner Ernährung, hast du auf jeden Fall schon viel gewonnen.

Probiere es einfach aus und spüre in dich hinein.

Ich wünsche dir ein gutes Bauchgefühl durch dein bewusstes Essen.

Alles Gute Monika

Dieser Artikel entstand im Rahmen der Blog-Parade der Life Hackademy unter dem Motto „Mach dir dein Leben leichter!“ 25 andere spannende Beiträge mit Life Hacks aus den Bereichen Lifestyle & Beziehungen, Investment & Karriere, Fitness & Gesundheit und Entfaltung & Spiritualität findest du >>> hier. 

Hallo, ich bin Monika Schweisfurth. Seit über 12 Jahren begleite ich Menschen in meiner Praxis, sowie am Arbeitsplatz mit Körper- und Energiearbeit und dem Wissen aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.

In meinem Blog findest du hilfreiche Tipps und Unterstützung für den achtsamen Umgang mit dir selbst, um in deine volle Kraft zu gehen und neue Denkanstöße zu bekommen.

9 Kommentare
  1. Karin
    Karin sagte:

    Hallo liebe Monika,
    sehr gute Tipps und Anregungen. Ich werde es mal ausprobieren, wie sich dies auf meine Gesundheit, mein Wohlbefinden auswirkt.
    Ich werde dir berichten, was sich getan hat.
    Es ist fantastisch, dass du dieses Wissen weitergibst und jeder kann sich frei entscheiden, was er umsetzen möchte. Vielen lieben Dank an dich❣️

    Antworten
    • Monika Schweisfurth
      Monika Schweisfurth sagte:

      Gerne Karin. Immer selber ausprobieren und schauen, wie es dir damit geht. Danke für dein Feedback.
      Liebe Grüße Monika

      Antworten
  2. Waltraud
    Waltraud sagte:

    Ich finde diese hilfreichen Tipps sehr interessant und werde mich möglichst so oft es geht danach richten. Vielen Dank

    Antworten
  3. Silke
    Silke sagte:

    Liebe Monika,
    ich versuche mich möglichst rohköstlich zu ernähren und esse deshalb äußerst selten warm. Ist das denn nun komplett falsch?
    Welche Früchte kann ich dann im Winter essen? Ist es besser eingelagerte und behandelte Äpfel zu essen, als die Zitrusfrüchte? Oder Trauben aus Afrika? Beeren aus allen möglichen Ländern, die im Sommer bei uns auch wachsen würden? Die eingekochten Früchte vom Sommer, haben ja keine Vitamine mehr intus. Sollte man im Winter nur Kohlgemüse essen, welches wir hier, in dieser Zeit ernten können? Das wäre ziemlich trostlos, finde ich.
    Es ist sehr schwierig aus den verschiedenen Ernährungslehren, das Richtige für meinen Körper herauszusuchen.
    Jede für sich hat durchaus einleuchtende Argumente.

    Antworten
    • Monika Schweisfurth
      Monika Schweisfurth sagte:

      Hallo Silke, gute Fragen, die du gestellt hast. Diese stellen sich auch viele andere.
      Rohkost zu essen ist sicher kein Fehler, solange es im dem Rahmen bleibt, den du vertragen kannst. Es gibt Menschen, die eine starke Verdauungskraft haben. Diese vertragen Rohkost viel besser, als Menschen, die unter einer schwachen Verdauungskraft(Mitte) leiden. Die Erfahrungen der TCM Therapeuten hier bei uns im Westen zeigen allerdings, dass die meisten Menschen eher eine schwache Mitte haben. Wenn du gerne Rohkost isst, dann kannst du diese in Maßen mit warmen Speisen kombinieren. Unser Körper macht sehr viel mit. Deshalb zeigen sich die Belastungen, die wir ihm zumuten immer erst im laufe der Jahre. Je nach Konstitution früher oder später. Deshalb ist es wertvoll, wenn man weis, worauf man achten sollte.
      Welche Früchte im Winter: Es ist bestimmt kein Problem sich auch im Winter eine Orange zu genehmigen. Es kommt eben auf die Menge an. Ich habe, bevor ich dieses Wissen hatte, auch eine zeit lang so gedacht, dass ich mir mit frisch gepresstem Orangensaft etwas gutes tue, wohlbemerkt im Winter. Ich habe aber schnell gemerkt, dass es nicht gut tat, da ich danach mehr als sonst gefroren habe. Beobachte dich selber, wie es dir geht.
      Apfel und Birnen sind bei uns heimische Früchte und haben eine andere Thermik und sie stehen uns durch Lagerung auch über den Winter zur Verfügung. Ich würde immer Bioware bevorzugen. Und ja, du hast in meiner Meinung total Recht mit der Überlegung, wie unsere Lebensmittel behandelt werden. Früher wurden Gemüse und Obst, das lagerfähig war im Keller, der kühl und eher etwas feuchter war, gelagert. Oder eben eingemacht.
      Als Alternative kannst du auch Trockenfrüchte nehmen, diese haben eine andere Wirkung, da sie durch das Trocknen nicht mehr kühlen.
      Da kommen wir zu deiner Anmerkung mit den Vitaminen. Ja, es ist so, dass durch das Kochen die Vitamine flöten gehen. Allerdings nutzen diese einem Organismus, der durch mangelnde Verdauungskraft schlecht umwandelt auch nicht viel. Das ist ein Problem. Deshalb ist ja eine starke Mitte auch so wichtig, damit die wertvollen Inhaltsstoffe überhaupt vom Körper aufgenommen und transformiert werden können. In der TCM wird deshalb zuerst die Mitte gestärkt.
      Nur Kohl ist langweilig, das finde ich auch. Aber es gibt ja noch einiges andere: Die ganzen Wurzelgemüsesorten, wie Karotten, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Rote Beete, Schwarzwurzeln. Sonst gibt es auch Mangold und Lauch z.B.. Wichtig finde ich, dass man da nicht zu dogmatisch wird. Das stresst nur unnötig. Ich möchte einfach den Blick für euch alle erweitern.
      Ich hoffe, das hilft dir weiter.
      Liebe Grüße Monika

      Antworten
  4. Renée
    Renée sagte:

    Gut zusammengefasster Blogbeitrag! Seit ich durch deine Tipps mehr auf meine Ernährung achte, geht es mir tatsächlich besser: Ich habe einen besseren Stoffwechsel und fühle mich weniger müde. Klar, kann man nicht immer auf alles achten (das macht dann schnell auch keinen Spaß mehr) aber beispielsweise trinke ich wenn ich dann morgens doch mal Lust auf ein Brot habe einen warmen Tee dazu.
    Danke für deine wertvollen Ratschläge! Ich kann jedem, der sich abgeschlagen fühlt oder seine eigenen „Wehwechen“ hat eine Ernährung angelehnt an TCM im wahrsten Sinne des Wortes wärmstens empfehlen 🙂

    Antworten

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